Chukat-Balak
Lieber Leser,
dass Mosche auf den Felsen schlug, ist eines der mysteriösesten Episoden, die die Tora erzählt.
Die Quelle, welche die Israeliten mit Wasser versorgte, versiegte und war ausgetrocknet. G-tt gab Mosche die Anweisung, zum Berg Chorew zu gehen und Wasser aus ihm hervorzubringen. Mosche hatte Erfolg – im Endeffekt. Aber während er G-ttes Befehl ausführte, unterlag er einem großen Irrtum. Und das Resultat war, dass er in der Wüste sterben musste, während Joschua derjenige sein würde, der das Volk Israel ins Gelobte Land führte.
Die Tora äußert sich sehr zweideutig im Hinblick auf die Bedeutung des Fehlers von Mosche. Es gibt wohl genauso viele Interpretationen darüber, wie es Kommentatoren gibt. Die einfache Erklärung, die aus dem Midrasch von Raschi stammt, ist die, dass Mosche angewiesen wurde, mit dem Fels zu sprechen, damit er Wasser hervorbrachte, stattdessen aber schlug er ihn. Ungefähr 39 Jahre vorher bereits waren die Israeliten in Wassernot und G-tt hatte Mosche in diesem Falle tatsächlich angewiesen auf den Fels zu schlagen. Aber dieses Mal gab es andere Anweisungen und Mosche versagte.
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Die Lehre aus dieser Episode, die wir für unser Alltagsleben mit anderen ziehen können, in unserem Bestreben, Wasser (= Heiligkeit und Werte) aus unseren Mitmenschen hervorzulocken, ist sehr deutlich. Aber diese Lektion kann auch für uns und unsere eigene spirituelle Reise lehrreich sein.
Wir beginnen damit, G-tt zu dienen, indem wir „den Felsen schlagen“. Es kann sein, dass wir nicht verstehen oder nicht überzeugt sind, aber wir folgen G-ttes Willen, weil wir es tun müssen. Wir überwinden unsere natürlichen spontanen Impulse und Einwände, um die Mizwot zu befolgen.
Aber an einem bestimmten Punkt müssen wir uns spirituell weiterentwickeln. Wir müssen in einem übertragenen Sinne jetzt „mit dem Felsen sprechen“, sehr viel lernen und ein tiefes Verständnis erreichen, um uns selbst zu überzeugen. Um spirituelle Menschen zu werden, müssen wir unsere Emotionen und unseren Geist beeinflussen.
Schabbat Schalom
If G‑d plants someone in your circle of influence who needs you, be there for them—even if it’s not your thing.Wenn G‑tt jemanden in deinen Umfeld bringt, der dich braucht, dann sei für ihn da – auch wenn es dir eigentlich nicht liegt.
Nimm die Herausforderungen an, die zu einem facettenreichen und komplexen Leben gehören. Sei bescheiden und bleibe offen für die Lektionen, die das Leben dir erteilt.
Der Wochenabschnitt „Balak“ beginnt damit, dass das jüdische Volk am Ufer des Jordan, gegenüber der Stadt Jericho, sein Lager aufgeschlagen hat.
Ich war ein wenig schockiert, dass der Wochenabschnitt, der am Schabbat in der Synagoge gelesen wurde, nach dem bösen König Balak benannt war, der plante, die Juden in der Wüste zu verfluchen. Hätte man für diesen Wochenabschnitt keinen passenderen Namen finden können?
Meine Tochter hat die Kurse sehr genossen und wollte jede Woche teilnehmen. Aber nach dem vierten Kurs ist sie gestürzt und hat sich den Fuß verletzt.