In einer kleinen Stadt gab es einen Polizeiobersten, der sich einen Spass daraus machte, die Chassidim, die dort lebten, zu verfolgen.
Eines Morgens begegnete er dem Rabbi auf der Strasse. Dieser trug den Gebetsschal, und es war offensichtlich, dass er sich auf dem Weg zum Lehrhaus befand. Der Polizeioberst aber, um ihn zu schikanieren, hielt ihn an und fragte: "Nun Herr Rabbi, wohin des Wegs?“
„Das weiss ich noch nicht“, erwiderte der. Ärgerlich über diese Antwort, schrie der Polizeioberst den Rabbi an: „Man sieht es Euch doch an, dass ihr zum Morgengebet ins Lehrhaus geht. Warum also gebt Ihr das nicht zu?“ Und er befahl, ihn abzuführen.
„Sehen Sie“ murmelte der Rabbi, „so habe ich ja doch die Wahrheit gesagt. War ich mir den wirklich sicher, wohin ich gehen würde? Gewiss, ich hatte mich auf den Weg ins Lehrhaus gemacht, doch nun finde ich mich im Gefängnis wieder. Nein, Ganz sicher kann ich mir nie sein, wohin der Weg führen wird!“
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