Tasria-Mezora
Lieber Leser,
das sehr besondere Merkmal der augenblicklichen Tage zwischen Pessach und Schawuot ist die Sefira, das ist das an jedem von ihnen durchzuführende Omerzählen. Diese Jahreszeit ist so wohl durch außerordentliche physische wie durch vorzügliche spirituelle Aspekte gekennzeichnet.
Im physischen Bereiche ist bemerkenswert, dass die ganze Natur sich jetzt neu belebt und neu erblüht. Nach ihrem Winterschlaf wird sie wieder von Leben erfüllt, sie zeigt sich in frischer Kraft und Lebensfähigkeit. Sie produziert, in getreuem Abbild, genau die gleichen Dinge, welche diese Jahreszeit vor einem Jahre charakterisiert haben, und vor zwei Jahren, und so den ganzen Weg zurück bis zu den allerersten Ansätzen im Kreislauf der Natur.
Ebenso haben wir in unserem religiösen und spirituellen Leben die Jahreszeiten und die Feste, die jedes Jahr wiederkehren; und diese präsentieren sich jedes Mal von neuem in der Form und mit dem Inhalt, die für sie anfänglich und ursächlich maßgebend waren.
So können wir, wenn wir nur hinreichend darauf vorbereitet und abgestimmt sind, auch gerade in diesen Wochen, in denen die Sefira tagtäglich das Pessachfest (Gedenken der körperlichen Befreiung) mit dem Höhepunkt von Schawuot (Erinnerung an die geistige Freiheit) verbindet, die Erfahrungen unserer Vorfahren erneut durchleben, wie diese tatsächlich die Offenbarung der Tora am Sinai mitgemacht und die Tora entgegengenommen haben.
Schabbat Schalom
Im Wochenabschnitt Tasria lesen wir, wie der Kohen Menschen auf Symptome der Zaraat (Aussatz) untersucht. Es war eine körperliche Untersuchung mit spirituellen Aspekten. Betroffene wurden für tahor (rein) oder, G-tt behüte, für tamej (unrein) erklärt.
Der folgende Artikel befasst sich mit den Gesetzen und Bräuchen zu Schwangerschaft und Geburt, sowie mit der speziellen Situation einer Frau kurz nach der Entbindung (Wöchnerin).
Wussten Sie, dass manche Menschen ermordet werden, ohne es zu merken, und ihr Leben wie gewohnt fortsetzen? Wie ist das möglich? Der neue Wochenabschnitt handelt von Zaraat.
Ohne Klatsch wäre die Arbeitslosenrate in den Medien zu hoch. Nationale Langeweile würde zu Anarchie führen.
Die Zeit zwischen Pessach und Schawuot ist durch die "S'fira" gekennzeichnet – das ist der Brauch, die "Omer"-Tage zu zählen. Wir fangen mit diesem Zählen unmittelbar nach dem Tage der Befreiung aus Ägypten an, und wir zählen 49 Tage; am Ende dieser Periode feiern wir Schawuot.
Es ist interessant, wie wir Menschen mit der Zeit umgehen. Anstatt Wege zu finden, sie nach unseren Bedürfnissen zu strukturieren und unser Leben ihrem Fluss anzupassen, ziehen wir es vor, auf Fragmente und Ausschnitte Bezug zu nehmen.