Tasria
Lieber Leser,
der Tora-Abschnitt dieser Woche zählt die Gesetze der sich auf Menschen beziehenden rituellen Unreinheit auf. In der Midrasch steht, dass der vorhergehende Tora-Abschnitt die Gesetze der sich auf Tiere beziehenden rituellen Unreinheit aufzählt. Somit stellt die Midrasch die These auf, dass die Gesetze für die Menschen aus dem Grund erst nach denen für die Tiere aufgezählt werden, weil auch der Mensch erst nach den Tieren erschaffen worden ist.
1. Der König betritt das Bankett erst, wenn alle Tische gedeckt und alle Gäste versammelt sind.
2. Der Mensch als König der Schöpfung kam daher erst auf die Welt, als die Schöpfung komplett war.
Um nicht überheblich zu werden, erinnert uns die Tora, dass die unbedeutendsten Insekten vor uns erschaffen wurden.
Anfangs erscheinen diese Gründe widersprüchlich zu sein. Der erste Grund besagt, dass der Mensch der König der Schöpfung und somit das wichtigste Geschöpf ist, während der zweite Grund zu besagen scheint, dass der Mensch allen anderen Geschöpfen unterlegen ist.
Tatsächlich sind beide Gründe korrekt, da der Mensch aus Körper und Seele besteht. Die Seele ist ein Teil des Schöpfers, während der Körper Teil der Schöpfung ist. Die Seele transzendiert das Körperliche, - der Körper erscheint minderwertig und gewöhnlich. So können wir auch nicht mit unserer Spiritualität angeben, da der Geist aus unserer Seele kommt, die wir von Ihm bekommen haben. Wir dürfen uns allerdings über die Anerkennung für unseren disziplinierten und verfeinerten Charakter freuen, da der durch unsere Arbeit geformt wird.
Schabbat Schalom
In den vorigen Wochenabschnitten erläuterte die Thora die Vorschriften für die Tieropfer und welche Tiere rein und unrein sind. In unserem Wochenabschnitt geht die Thora auf die Vorschriften bezüglich des Menschen ein, wann er unrein wird und wie er sich wieder reinigen kann.
Warum sind die Menschen nicht in der Lage, sich zu bessern und G-ttesbewusster zu leben, während wir uns dem Zeitalter des Moschiach nähern? Die Antwort folgt der These vom unüblichen Gesetz des „reinen Aussatz“.
Wenn jemand einen blühenden Obstbaum das erste Mal zur Blütezeit im Monat Nissan (April/Mai) sieht, spricht man diesen Segensspruch.
Ein schneller Pessach Überblick, angefangen vom Pessach-Putz über das Loswerden des Chamez bis hin zu den acht Tagen des Feiertags.
Chamez ist jede Nahrung, die aus Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel oder deren Derivaten, die gesäuert (aufgegangen) sind, hergestellt wurden. Hier erklären wir in Kürze was Chamez ist.
Wenn wir für Pessach einkaufen, so müssen wir darauf achten, dass die Nahrungsmittel nicht nur koscher, sondern auch koscher für Pessach sind, d.h. frei von Chamez.